Automatisierte Erstellung alternativer Texte – mit echtem Kontext statt KI-Raten
Die Erstellung von Alternativtexten ist kein „Nice-to-have“, sondern Pflichtprogramm für barrierefreie Dokumente. Und ja – KI kann das inzwischen ziemlich gut. Tools wie OpenAI ermöglichen es, ein Bild mit einem passenden Prompt an ein LLM zu senden und Sekunden später liegt ein sauber formulierter Alt-Text in gewünschter Länge und Sprache vor.

Klingt perfekt? Fast. Das Problem: Fehlender Kontext. Die KI analysiert das Bild und den Prompt. Was ihr aber häufig fehlt: der Dokumentenkontext. Ein Diagramm kann mitunter vieles bedeuten und Landkarten in einem unterschiedlichen Licht betrachtet werden. Diese wichtige Metainformation steckt nicht im Bild und wird bei einer automatisierten Verarbeitung der Bilder normalerweise nicht mitgegeben.
Das Ergebnis ist tormal korrekt und inhaltlich solide. Aber nicht wirklich kontextsensitiv. Die Lösung ist eine Kontextanalyse direkt aus dem getaggten PDF. Hier wird es spannend, denn das PDFix SDK erlaubt eine Umfeldanalyse innerhalb der PDF-Struktur.
Der Ansatz ist verblüffend einfach, denn jedes Bild ist Teil einer logischen Dokumentstruktur. Vor und nach einem Bild existieren: Tags, Absätze, Überschriften und thematisch passende Textinhalte. Diese Inhalte können mit Hilfe des SDK gezielt extrahiert und als zusätzlicher Kontext an die KI übergeben werden.
Das Ergebnis sind präzisere Alt-Texte, denn die Die KI erhält dann nicht nur das Bild und den Prompt sondern zusätzlich die thematische Einbettung, angrenzende Textinhalte und strukturelle Informationen. Das Resultat sind deutlich präzisere Beschreibungen, bessere Erfüllung der Anforderungen an barrierefreie Dokument und weniger manuelle Nacharbeit oder Lektorat.
Die Integration kann erfolgen als Script, Server-Prozess, Desktop-Applikation oder vollautomatisierte Pipeline. Das PDFix SDK liefert dafür alle notwendigen Funktionen – von Struktur-Parsing bis zur gezielten Objektauswahl. Mit der kostenlosen Testversion des SDK kann diese Methode jeder Anwender bzw. Entwickler testen.
KI ist stark. Mit notwendigen Kontext wird sie richtig gut. Barrierefreiheit endet nicht bei „Bild erkannt“, sie beginnt bei „Bild verstanden“.
Euskirchen, Februar 2026
